Konzert mit Familie: Stress frei in die GETEC Arena
Der Moment, wenn die Lichter ausgehen und die ersten Töne durch die Halle rollen, ist für Kinder oft unvergesslich. Aber bis es so weit ist, liegt zwischen Vorfreude und Konzertsaal meistens ein ziemlich langer Abend mit Warteschlangen, überfüllten Parkplätzen und hungrigen Kindern. Wer mit der Familie in die GETEC Arena Magdeburg möchte, kommt mit etwas Planung deutlich entspannter an.
Was die GETEC Arena für Familien taugt
Die Arena in Magdeburg fasst je nach Bestuhlung zwischen 6.500 und knapp 8.000 Besucher. Das ist groß genug, damit namhafte Künstler auftreten, aber überschaubar genug, dass man sich nicht völlig verliert. Bei Konzerten mit ausverkauftem Innenraum wird es eng, das stimmt. Trotzdem gilt die Halle als gut erschlossen: Mehrere Eingänge, klare Beschilderung, breite Gänge zwischen den Sitzreihen. Für Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlnutzer gibt es gesonderte Bereiche, die man beim Ticketkauf aktiv anfragen sollte.
Die Halle hat eine lange Geschichte als zentraler Veranstaltungsort der Stadt. Wer mehr über die Entwicklung des Gebäudes erfahren möchte, findet auf der Seite zur Bördelandhalle Magdeburg gut aufbereitete Hintergrundinformationen, die auch den Namenswechsel hin zur heutigen GETEC Arena erklären.
Tickets: Welche Plätze für Familien wirklich sinnvoll sind
Stehplätze im Innenraum sind für Kinder unter zehn Jahren keine gute Wahl. Zu groß ist das Gedränge, zu wenig Sicht haben die Kleinen auf die Bühne. Sitzplätze auf den Rängen, idealerweise im mittleren Block auf Höhe der Bühne, bieten eine deutlich bessere Perspektive und mehr Platz. Die Blöcke A bis C auf dem Unterrang gelten als familienfreundliche Zonen, weil sie nah an den Ausgängen liegen und der Weg zu den Toiletten kurz ist.
Beim Ticketkauf lohnt es sich, gezielt nach Kindertickets zu fragen. Viele Veranstalter bieten Rabatte für Kinder unter 14 Jahren an, teils bis zu 50 Prozent. Das gilt nicht für alle Events automatisch, sondern muss oft explizit beim Anbieter geprüft werden. Plattformen wie die offiziellen Veranstalterseiten oder etablierte Vorverkaufsstellen zeigen das in der Regel direkt bei der Platzwahl an.
Anreise: Wann man losfahren muss und warum das Auto oft die schlechtere Wahl ist
Die GETEC Arena liegt im Norden Magdeburgs, direkt am Breiten Weg. Parken ist möglich, aber bei ausverkauften Konzerten mit 7.000 Besuchern entsprechend stressig. Wer mit dem Auto kommt, sollte mindestens 60 bis 75 Minuten vor Einlassbeginn da sein, um einen Stellplatz in vertretbarer Entfernung zu finden. Parkplätze direkt am Gebäude sind begrenzt, die umliegenden Straßen füllen sich schnell.
Deutlich entspannter ist die Anreise per Straßenbahn. Die Linien 5 und 6 halten in direkter Nähe, die Haltestelle Bördelandhalle ist gut ausgeschildert. Mit Kindern hat man in der Straßenbahn deutlich weniger Stress als beim Einparken, und nach dem Konzert fährt man einfach wieder zurück, ohne im Stau zu stehen. Wer aus dem Umland anreist, kann am Hauptbahnhof umsteigen und ist von dort in weniger als zehn Minuten an der Halle.
Verpflegung: Was sinnvoll ist und was man sich sparen kann
Die Gastronomiestände in der Arena sind gut aufgestellt, aber die Preise entsprechen dem üblichen Veranstaltungsniveau. Eine halbe Liter Flasche Wasser kostet zwischen 3,50 und 4 Euro, Pommes oder Burger liegen bei 7 bis 9 Euro. Wer mit zwei Kindern kommt, gibt schnell 30 Euro aus, bevor die erste Note gespielt wurde.
Ein praktikabler Ansatz: Vorher in der Nähe essen. Rund um den Breiten Weg gibt es mehrere Restaurants und Schnellimbisse, die auch bei großen Veranstaltungen gut frequentiert, aber nicht hoffnungslos überfüllt sind. Kleine Snacks für die Kinder dürfen in der Regel mitgebracht werden, Getränke in Plastikflaschen ohne Deckel sind meist erlaubt. Die genauen Einlassregeln stehen auf der jeweiligen Veranstaltungsseite und ändern sich je nach Veranstalter.
Timing und Vorbereitung am Veranstaltungstag
Einlass beginnt in der Regel 60 bis 90 Minuten vor dem eigentlichen Konzertbeginn. Wer mit Kindern kommt, sollte nicht als letzter durch die Tür wollen. Die Warteschlangen an den Eingängen lösen sich zwar schnell auf, aber Kinder, die nach langer Wartezeit gereizt ankommen, starten den Abend schlecht.
- Ohrstöpsel einpacken: Für Kinder unter acht Jahren empfehlen Pädaudiologen Gehörschutz bei Lautstärkepegeln über 85 Dezibel. Rockkonzerte erreichen locker 100 bis 110 Dezibel. Weiche Schaumstoffstöpsel kosten wenig und schützen.
- Toilettengang vor dem Konzert: Klingt banal, aber wer in Reihe 12 sitzt und mit Kind zur Toilette muss, kämpft sich durch zehn Personen. Einmal vorher hin spart Stress.
- Handy-Akku laden: Digitale Tickets funktionieren nur mit vollem Akku. Eine Powerbank im Rucksack kostet nichts und verhindert Panik am Einlass.
- Treffpunkt festlegen: Bei größeren Konzerten und älteren Kindern lohnt es sich, im Voraus einen festen Treffpunkt für den Fall einer Trennung zu vereinbaren. Ein konkreter Ort, kein vages „am Eingang“.
Nach dem Konzert: Der oft unterschätzte Teil des Abends
Das Konzert endet, 7.000 Menschen wollen gleichzeitig nach Hause. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte entweder sehr früh aufbrechen oder die letzten zwei, drei Songs abwarten, bis sich der erste Strom der Abgehenden geleert hat. Fünf Minuten Geduld am Platz sparen zehn Minuten Gedränge am Ausgang.
Für die Heimfahrt mit der Straßenbahn gilt dasselbe Prinzip. Die erste Bahn nach Konzertende ist regelmäßig so voll, dass Einstieg mit Kindern kaum möglich ist. Wer die zweite oder dritte Bahn nimmt, fährt ruhiger und sicherer. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte einplanen, dass es 20 bis 30 Minuten dauern kann, bis der Parkplatz überhaupt verlassen werden kann.
Unterm Strich gilt: Ein Konzert mit der Familie ist machbar und kann richtig schön sein. Es braucht aber konkrete Vorbereitung statt Spontanität. Wer die Logistik vorab klärt, hat am Abend selbst den Kopf frei für das, was zählt: gemeinsam Musik erleben.
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